In einem Subreddit für “Best Date Ideas” schlug jemand bestechend simpel vor: “take me to an art museum and fuck me in the bathroom”. Das klingt so herrlich romantisch, dass man es dringend empfehlen möchte. Allerdings stellen sich gleich logistische Fragen. Nicht jede öffentliche – oder im Fall von Museen halböffentliche – Toilette bietet sich für ein schnelles Stelldichein an. Deshalb stellen wir hier ein unvollständiges Ranking der Museumstoiletten in Basel in Hinblick auf ihre Sexfreundlichkeit zusammen. Wie jede statistische Erhebung gibt es auch in dieser Studie massives Bias. Sie bezieht sich ausschliesslich auf Herrentoiletten. désolé…
Kunstmuseum Basel
6/10
Die drei Häuser haben sehr unterschiedliche Toiletten. Im Neubau gibt es so gut wie keine Privatsphäre. Auch das Gegenwarts-Gebäude bei der Papiermühle bietet sich kaum für ein schnelles Abenteuer am WC an. Wer wirklich im Kunstmuseum cruisen möchte, muss sich auf die kleinen Toiletten in den oberen Stockwerken des Altbaus beschränken.
Kunsthalle Basel
8/10
Lange war die Toilette der Kunsthalle etwas schmuddelig. Jetzt erstrahlt alles neu in weiss geplättelten Glanz. Die Toilette ist nun all-gender-gerecht, was schon mal erfreulich ist, aber noch besser ist, dass sie über drei abschliessbare richtige Türen verfügt, die ausreichend Privatsphäre bieten. Eine Tür führt zu zwei Pissoires und dieser Raum ist ebenfalls komplett abschliessbar. Andere Besuchende wären also vielleicht nicht mal verwundert, wenn man dort zu zweit rauskommen würde.
Fondation Beyeler
5/10
Grundsätzlich sind die Toiletten in der Beyeler grosszügig und sauber. Leider gibt es nur zwei Kabinen, was bei der Anzahl an blasenschwachen Rentnern zu wenig ist, um einem einen Privatsphärenmoment zu geben.
Ausstellungsraum Klingental
2/10
Die Toiletten im Foyer des Ausstellungsraums mögen im ersten Moment perfekt erscheinen, da sie geräumig und gut verschliessbar sind. Allerdings sind sie unvorstellbar hellhörig. Nicht zu empfehlen, falls man es nicht genau darauf anlegt.
Museum Tinguely
9/10
Ideal abschliessbare und geräumige Toiletten. Türen schliessen vollständig. Es gibt einen Raum mit zwei Pissoirs, ähnlich wie in der Kunsthalle, nur noch etwas geräumiger. Das Waschbecken ist auch noch mit im Raum, was durchaus hilfreich sein kann. Damit schlägt das Tinguely sogar die frisch renovierte Kunsthallentoilette. Beinahe ideal. Fehlt nur ein Kondomautomat.
HeK
6/10
Die Toiletten sind schön mauschelig im Keller neben dem Verstaltungs-“clubs” des HeKs. Es gibt also wirklich ein wenig Nachtclub-vibes. Dank der etwas abstrusen Architektur der Rückwand des Toilettenraums ist eine Kabine auch recht geräumig. Da aber der Spalt zwischen Boden und Tür relativ hoch ist, lässt sich kaum verstecken, was passiert.
Kunsthaus Baselland
6/10
Die Toiletten sind geräumig und mit eigenem Fenster. An sich wäre dies ideal, wären sie nicht direkt hinter der Kasse und quasi im Gift-Shop des Museums. Wer hier Sex auf der Toilette hat, macht die Aufsicht zum/r Kompliz*in.
